Der Fast-Food-Markt in Deutschland ist nach wie vor ein ausgereifter Sektor mit einer starken und stetigen Beteiligung der Verbraucher:innen (70 %). Jedoch ist er nicht immun gegen wirtschaftlichen Druck und globale politische Spannungen. Die hohen Lebenshaltungskosten lasten weiterhin schwer auf den Deutschen, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Fast-Food-Konsument:innen weiterhin oberste Priorität hat. Wenn die Treue und Bindung schwächeln, können sich Fast-Food-Marken auf ihre starke emotionale und nostalgische Anziehungskraft stützen, um eine tiefere Verbindung zu Verbraucher:innen zu fördern. Dies kann erreicht werden, indem persönliche Rituale in Kampagnen und der Menüentwicklung gefeiert werden.
36 % der deutschen Nutzer:innen von Fast-Food-Lokalen sagen, dass Spannungen zwischen den USA und Europa dazu geführt haben, dass sie amerikanische Fast-Food-Ketten vermeiden, da jüngste Zollstreitigkeiten das Verhalten der Verbraucher:innen beeinflussen. Diese Vermeidung von US-Fast-Food-Marken stärkt die deutsche Regionalität und ihre Vorteile für lokale Marken. Betreiber können diesen Trend nutzen, indem sie die Regionalität in ihre Markenstrategien integrieren, zum Beispiel durch lokale Bezugsquellen und hyperlokale Marketingstrategien.
Tendenziell bestimmt Vertrautheit die Wahl von Fast Food, aber das Getränkemenü bietet Chancen für mutige Innovationen. 58 % der Nutzer:innen von Fast-Food-Restaurants denken, dass die Restaurants kreativere Getränkeoptionen anbieten sollten. Von Nostalgie inspirierte Getränke, die spaßige Kindheitserinnerungen hervorrufen, zeigen Potenzial, wie zum Beispiel Burger Kings Summernade mit Grapefruitgeschmack und Zuckerwatte.
Da US-amerikanische Fast-Food-Marken aufgrund von Zollstreitigkeiten mit Reputationsproblemen konfrontiert sind, bieten sich Chancen für Fast-Food-Betreiber, von dem erneuten Aufschwung der deutschen Regionalität zu profitieren.
Eliana Riera-McInnes, Foodservice Research Analyst