Der nachhaltige Einkauf von Lebensmitteln wuchs in Deutschland im Jahr 2025, aber mit der steigenden Inflation im Jahr 2026 ist die zukünftige Involviertheit bedroht.
Die globale Instabilität betont die Notwendigkeit für nachhaltige Lebensmittel- und Getränkemarken, ihr Storytelling in Richtung Regionalität zu verschieben, wobei der Kauf von regional bezogenen/produzierten Lebensmitteln und Getränken den nachhaltigen Lebensmitteleinkauf überholt. Da Verbraucher:innen bestrebt sind, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und Lieferkettenunterbrechungen zu vermeiden, können Marken lokale Bezugsquellen als einen wichtigen Weg nutzen, um regionale Arbeitsplätze und Handwerkskunst zu unterstützen.
Die Absichten zur gesunden Ernährung nehmen zu, wodurch die Umweltanforderungen steigen: 72 % der Deutschen erwarten, dass gesunde Lebensmittel und Getränke nachhaltiger sind als ungesunde. Dies verstärkt die Nachfrage nach Optionen, die sowohl gesundheitliche als auch ökologische Vorteile bieten; Bio-Produkte sind gut positioniert, darauf einzugehen, da sie stark mit beiden Merkmalen assoziiert werden.
Währenddessen ist die Skepsis gegenüber umweltbezogenen Auslobungen hoch. Die meisten Deutschen glauben, dass Lebensmittel- und Getränkemarken über die Einhaltung staatlicher Nachhaltigkeitsrichtlinien hinausgehen müssen, um einen bedeutenden Einfluss auf die Umwelt auszuüben. Das spiegelt teilweise das mangelnde Vertrauen der Verbraucher:innen in Regulierungen wider. Zertifizierungen durch Dritte werden ein wichtiges Instrument sein, um Vertrauen unter den Verbraucher:innen aufzubauen.
Dieser Report untersucht die folgenden Bereiche:
- Marktbestimmende Faktoren für Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln und Getränken, unter Berücksichtigung der Rolle der steigenden Inflation und sich ändernden Vorschriften bei der Verschiebung der Umweltprioritäten der Deutschen
- Wie die zunehmende Gesundheitsmotivation die Erwartungen an die Nachhaltigkeit für Marken neu gestaltet, mit einem Fokus auf Bio-Auslobungen
- Handlungen der Verbraucher:innen zur Verbesserung ihrer persönlichen Umweltauswirkungen und was das für Marken bedeutet
- Wie die globale Instabilität die Regionalität in Deutschland befeuert und was das für nachhaltige Lebensmittel- und Getränkemarken bedeutet
- Wichtige Kaufanreize für Käufer:innen von nachhaltigen Lebensmitteln, wobei Chancen im Verpackungsbereich und bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung hervorgehoben werden
Marktdefinitionen
Dieser Report behandelt den Einzelhandelsmarkt für nachhaltigere Lebensmittel und Getränke. Solche Produkte werben oft mit „grünen“ Auslobungen rund um Produktion und Verpackung, wie z. B. klimaneutral, Bio, pflanzenbasiert und regional.